Altes, verhasstes Leben
Warum stagniere ich? Die aktuelle Sicherheit einen Job zu haben und meine bodenständige Mentalität meucheln sich seit Äonen durch meinen Geist. Vergiften mich und bringen mich langsam um. Dort "draußen" ist nur Unsicherheit und Unverhersehbarkeit. Lieber tanze ich mit meinem "Tiger" herum und schaue zu, wie er Prankenhieb um Prankenhieb mein Fleich offenlegt.
Das Thema ist nicht neu ... ich muss mich wirklich fragen, welcher Teufel mich reitet. Die Situation ist so abstrakt geworden, von "Brandherden" will ich gar nicht mehr reden. Ein Spalt in der Größe und Länge des San Andreas-Graben terminiert diese verfluchte Firma und ich bin nur da ... paralysiert und unfähig mich zu bewegen. Das ist doch Wahnsinn!
"Es ist so unsicher in Deutschland! Behalte deinen Job und freue dich auf dein Gehalt".
Ein Satz, der mich tief traf, weil er FALSCH ist. Ich weiss es - das kann es nicht sein. Ja? Ein Leben am Abgrund und jemand säuselt "Du stehst auf festen Boden, denke dir nichts" ... während sich Steine unter mir lösen und ins Nichts entschwinden. Da schreibe ich nun, wie unmöglich diese Situation ist, ändere aber nichts ... warum, warum, warum?! (Als wüsste ich es nicht...)
Der Antrieb fehlt, Hoffnungslosigkeit spült über mich hinweg. Das ist lächerlich. Ganz ohne Kampf werde ich nicht untergehen. Und verdammt ... lieber eine Axt im Schädel als in einem Loch verrottet. Leider löst man Probleme nicht auf die nette barbarische Weise ... nun ja ... hmmm...
Natürlich ist mir (erschreckenderweise) bewußt, dass ich mit DIESER Stimmung nicht auf Job-Jagd gehen sollte. Das mündet sonst in diese tollen "ich habe 237 Bewerbungen losgeschickt und nichts kam zurück"-Storys. Außer Ablehnung. Ich habe auch eine Verantwortung gegenüber meiner Freundin, welche a) leider in der gleichen Firma arbeitet und b) genauso am untergehen ist.
Sie weinte bei einem ernsten Gespräch (bzgl unserer Zukunft, Koordinierung, Tritt-in-den-Popo,...). Ich nahm Sie in die Arme (natürlich fühlte ich mich schuldig) und fragte Sie, warum ihr Tränen an den Wangen herunterlaufen. Warum? Natürlich weil ich Druck ausgeübt habe - unbewußt bewußt. Als würde sich dadurch mehr bewegen. Eine weitere Frage von meiner Seite "Weintest du auch bei meinen Vorgängern" - "Nein..." - "Warum?" - "Ich war nie Teil ihrer Pläne...".
Der Anfang vom erlösenden Ende? Ich werde mich von jahrelang zusammengetragenen Mist trennen. Von Kleidung, von Schallplatten, von Büchern, von allem was nicht benötigt wird ... denn dies ist das Chaos, welches schwer an mir haftet, welches in jeder Ecke hängt und mich verspottet. Trennen, reduzieren, befreien. Und endlich - !!! - den Weg suchen! Endlich *einen* Schritt gehen. Morgen frage ich wegen einem Zeugnis an ... so der Plan. Vermutlich wird er im Nichts verhallen, wie alles in diesem Schwarzen Loch namens "Firma". Und Ende Mai begeben wir uns in ein anderes Bundesland - ein kleiner Urlaub, aber auch Luft schnuppern. Ob es gefällt. Zukunft finden. Süd-Ost-Bayern ödet mich ein wenig an, um es nett zu beschreiben.
Habe ich viel Hoffnung auf Änderung - nein, nicht wirklich. Aber wenn schon am Boden, dann zu meinen Bedingungen...
Das Thema ist nicht neu ... ich muss mich wirklich fragen, welcher Teufel mich reitet. Die Situation ist so abstrakt geworden, von "Brandherden" will ich gar nicht mehr reden. Ein Spalt in der Größe und Länge des San Andreas-Graben terminiert diese verfluchte Firma und ich bin nur da ... paralysiert und unfähig mich zu bewegen. Das ist doch Wahnsinn!
"Es ist so unsicher in Deutschland! Behalte deinen Job und freue dich auf dein Gehalt".
Ein Satz, der mich tief traf, weil er FALSCH ist. Ich weiss es - das kann es nicht sein. Ja? Ein Leben am Abgrund und jemand säuselt "Du stehst auf festen Boden, denke dir nichts" ... während sich Steine unter mir lösen und ins Nichts entschwinden. Da schreibe ich nun, wie unmöglich diese Situation ist, ändere aber nichts ... warum, warum, warum?! (Als wüsste ich es nicht...)
Der Antrieb fehlt, Hoffnungslosigkeit spült über mich hinweg. Das ist lächerlich. Ganz ohne Kampf werde ich nicht untergehen. Und verdammt ... lieber eine Axt im Schädel als in einem Loch verrottet. Leider löst man Probleme nicht auf die nette barbarische Weise ... nun ja ... hmmm...
Natürlich ist mir (erschreckenderweise) bewußt, dass ich mit DIESER Stimmung nicht auf Job-Jagd gehen sollte. Das mündet sonst in diese tollen "ich habe 237 Bewerbungen losgeschickt und nichts kam zurück"-Storys. Außer Ablehnung. Ich habe auch eine Verantwortung gegenüber meiner Freundin, welche a) leider in der gleichen Firma arbeitet und b) genauso am untergehen ist.
Sie weinte bei einem ernsten Gespräch (bzgl unserer Zukunft, Koordinierung, Tritt-in-den-Popo,...). Ich nahm Sie in die Arme (natürlich fühlte ich mich schuldig) und fragte Sie, warum ihr Tränen an den Wangen herunterlaufen. Warum? Natürlich weil ich Druck ausgeübt habe - unbewußt bewußt. Als würde sich dadurch mehr bewegen. Eine weitere Frage von meiner Seite "Weintest du auch bei meinen Vorgängern" - "Nein..." - "Warum?" - "Ich war nie Teil ihrer Pläne...".
Der Anfang vom erlösenden Ende? Ich werde mich von jahrelang zusammengetragenen Mist trennen. Von Kleidung, von Schallplatten, von Büchern, von allem was nicht benötigt wird ... denn dies ist das Chaos, welches schwer an mir haftet, welches in jeder Ecke hängt und mich verspottet. Trennen, reduzieren, befreien. Und endlich - !!! - den Weg suchen! Endlich *einen* Schritt gehen. Morgen frage ich wegen einem Zeugnis an ... so der Plan. Vermutlich wird er im Nichts verhallen, wie alles in diesem Schwarzen Loch namens "Firma". Und Ende Mai begeben wir uns in ein anderes Bundesland - ein kleiner Urlaub, aber auch Luft schnuppern. Ob es gefällt. Zukunft finden. Süd-Ost-Bayern ödet mich ein wenig an, um es nett zu beschreiben.
Habe ich viel Hoffnung auf Änderung - nein, nicht wirklich. Aber wenn schon am Boden, dann zu meinen Bedingungen...
dg90 - 9. Mai, 18:43
